Ich sehe es in der Praxis immer wieder: Viele Ferienwohnungen sind nicht schlecht ausgestattet, aber trotzdem zu selten gebucht. Oft liegt es nicht am Objekt, sondern am Preis. Wer Airbnb Preise richtig festlegt, trifft genau diesen Sweet Spot zwischen guter Auslastung und vernünftigem Ertrag.

Die ersten Monate sind meist die schwierigsten. Genau dann entscheidet sich, ob eine Ferienwohnung Schwung aufnimmt oder in der Suche hängen bleibt. Ich habe die Erfahrung gemacht: Wer am Anfang etwas unter dem Markt liegt, sammelt schneller Buchungen, Bewertungen und Sichtbarkeit. Und genau das ist oft mehr wert als der letzte Euro pro Nacht.
Airbnb selbst betont, dass Preise nicht statisch gedacht werden sollten. Nachfrage, Lage, Ausstattung und Konkurrenz spielen zusammen. Wer einfach irgendeine Zahl einträgt und dann monatelang nichts anfasst, verschenkt Potenzial. Mehr dazu findet man auch direkt im Airbnb-Hosting-Bereich.
Meiner Meinung nach ist der Anfang kein Zeitpunkt für maximale Marge, sondern für Momentum. Erst Buchungen, dann Optimierung. Nicht umgekehrt.
Eine saubere Konkurrenzanalyse ist Pflicht. Aber bitte nicht nur auf den ersten Preis schauen. Wer in einer ähnlichen Lage, mit ähnlicher Größe und ähnlicher Ausstattung unterwegs ist, ist überhaupt erst ein echter Vergleich. Eine zentrale Wohnung in der Innenstadt spielt in einer anderen Liga als ein Apartment am Stadtrand. Klingt banal, wird aber oft vermischt.
Ich gehe bei der Analyse immer so vor: Ich suche vergleichbare Objekte nach Personenzahl, Wohnungsart, Lage und Ausstattung. Dann schaue ich mir an, welche Preise an Werktagen, an Wochenenden und in Ferienzeiten aufgerufen werden. Erst dann ergibt sich ein Bild, das man wirklich nutzen kann.
Hilfreich ist dabei auch ein Blick auf Markt- und Tourismustrends. Wer wissen will, wie sich Übernachtungspreise und Nachfrage im Markt entwickeln, findet bei Destatis belastbare Daten. Für die strategische Einordnung nutze ich solche Quellen gern als Gegencheck.
Worauf ich achte:
Der Preis hängt nicht nur an Quadratmetern. Eine kleine Wohnung mit Top-Lage kann mehr wert sein als ein großes Objekt ohne Anbindung. Gäste zahlen nicht für Fläche allein, sondern für Nutzen. Nähe zu Altstadt, Messe, Bahnhof, See oder Wanderwegen kann den Preis deutlich nach oben ziehen.
Auch die Ausstattung zählt. Waschmaschine, schneller WLAN-Zugang, Parkplatz, Balkon, Kaffeemaschine, Babybett oder Self-Check-in: Das alles beeinflusst die Zahlungsbereitschaft. Was viele unterschätzen: Manche Details sind für Gäste wichtiger als eine schicke Dekoration. Wer beruflich reist, achtet auf stabiles WLAN. Familien schauen auf Küche und Schlafmöglichkeiten. Wochenendgäste wollen oft Lage und Komfort in einem Paket.
In der Praxis hilft eine einfache Frage: Würde ich für genau dieses Gesamtpaket selbst zahlen? Wenn die Antwort zögert, ist der Preis meist zu hoch oder das Angebot muss klarer kommuniziert werden.
| Faktor | Einfluss auf den Preis | Praxis-Hinweis |
|---|---|---|
| Top-Lage | hoch | Kann einen Aufschlag rechtfertigen, wenn Nachfrage vorhanden ist |
| Parkplatz | mittel bis hoch | Besonders in Städten oft ein echter Mehrwert |
| WLAN / Homeoffice | mittel | Wichtig für Geschäftsreisende und Langzeitgäste |
| Familienausstattung | mittel | Babybett, Hochstuhl, Küche erhöhen Attraktivität |
Ein fester Preis für das ganze Jahr ist selten sinnvoll. In Ferienregionen, Städten mit Messen oder an Feiertagen kippt die Nachfrage schnell. Wer das ignoriert, verkauft in starken Wochen zu billig und in schwachen Zeiten zu teuer. Beides tut weh.
Ich arbeite deshalb mit klaren Saisonfenstern. In der Hauptsaison darf der Preis höher sein, in der Nebensaison braucht es Beweglichkeit. Wichtig ist aber: Nicht blind hochziehen. Wenn die Konkurrenz in einer schwachen Woche bereits nach unten geht, sollte man nicht stur dagegenhalten.
Ein guter Anker ist die Nachfrage vor Ort. Gibt es Festivals, Messen, Schulferien, Feiertage oder regionale Events? Dann lohnt sich eine Anpassung oft schon einige Wochen vorher. Wer zu spät reagiert, verpasst den besten Zeitraum.
Für die allgemeine Marktentwicklung lohnt auch ein Blick auf den deutschen Tourismus und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, etwa beim BMWK. Solche Informationen ersetzen keine Preissteuerung, geben aber ein gutes Gefühl für die Lage am Markt.
Der Mindestaufenthalt ist ein kleiner Hebel mit großer Wirkung. Gerade bei stark nachgefragten Terminen kann ein längerer Mindestaufenthalt sehr sinnvoll sein. Warum eine einzelne Nacht verkaufen, wenn zwei oder drei Nächte deutlich besser passen und den Reinigungsaufwand relativieren?
Anders sieht es in schwachen Phasen aus. Dort kann ein zu hoher Mindestaufenthalt Buchungen blockieren. Ich empfehle: flexibel bleiben. Unter der Woche vielleicht zwei Nächte, an gut gebuchten Wochenenden drei Nächte, in Ferienzeiten je nach Nachfrage noch mehr.
Der Trick ist, den Mindestaufenthalt nicht als starre Regel zu sehen, sondern als Steuerungsinstrument. Wer ihn strategisch einsetzt, verbessert oft nicht nur die Auslastung, sondern auch die Rentabilität pro Buchung.
Rabatte sind kein Notnagel, sondern ein Werkzeug. Aber eben nur dann, wenn sie bewusst eingesetzt werden. Wochenrabatte können Langzeitgäste anziehen. Frühbucherrabatte helfen bei planbaren Reiseterminen. Last-Minute-Rabatte können freie Lücken schließen. Alles hat seinen Platz.
Was ich nicht empfehle: pauschal überall Rabatt geben, nur weil man unsicher ist. Das zieht den Durchschnittspreis nach unten und macht das Objekt langfristig billiger, als es sein müsste. Rabatt ohne Strategie ist einfach nur verschenkter Umsatz.
Ein Beispiel aus dem Alltag: Eine Wohnung ist unter der Woche schwächer gefragt, am Wochenende aber gut. Dann kann ein kleiner Wochenrabatt sinnvoll sein, wenn dadurch eine komplette Sieben-Nächte-Buchung entsteht. Das ist oft besser als drei einzelne Nächte mit Leerstand dazwischen.
Wer sich noch mit der grundsätzlichen Positionierung zwischen Direktbuchung, Agentur und Eigenverwaltung beschäftigt, findet hier einen guten Überblick: Pro und Contra der Ferienwohnungsverwaltung.
Dynamische Preis-Tools können sehr nützlich sein, vor allem wenn man mehrere Objekte betreut oder viele Marktbewegungen im Blick behalten muss. Sie reagieren auf Nachfrage, Auslastung, Saison und Konkurrenzdaten. Das spart Zeit. Und ja, es kann die Preisstrategie deutlich schärfen.
Trotzdem würde ich mich nie blind auf ein Tool verlassen. Algorithmen sehen nicht alles. Ein lokales Stadtfest, eine kurzfristige Baustelle oder ein neues Messeformat kann die Realität vor Ort schneller verändern als jede Software. Deshalb prüfe ich Tool-Vorschläge immer gegen die tatsächliche Marktlage.
Für viele Vermieter ist die beste Lösung eine Kombination: Tool als Basis, menschliche Kontrolle als Korrektiv. Genau so bleiben Preise flexibel, ohne hektisch zu wirken. Wer Unterstützung bei der laufenden Steuerung braucht, kann sich auch unsere Leistungen ansehen oder direkt über Kontakt mit uns sprechen.
Wenn Sie wissen wollen, wie wir in der Praxis arbeiten, lohnt sich auch ein Blick auf unsere Referenzen.
Was viele unterschätzen: Ein zu hoher Preis schadet nicht nur der Auslastung, sondern oft auch der Wahrnehmung. Gäste erwarten bei hohen Raten automatisch mehr. Liefert die Unterkunft dieses Niveau nicht, kommen schlechte Bewertungen schnell hinterher. Umgekehrt ist ein zu niedriger Preis ebenfalls riskant. Dann verschenken Sie Umsatz und signalisieren womöglich, dass mit dem Angebot etwas nicht stimmt.
Die häufigsten Fehler sehe ich immer wieder:
Mein Rat: Preisstrategie nicht als einmalige Aufgabe sehen. Es ist ein laufender Prozess. Wer sauber beobachtet, testet und nachjustiert, findet den Sweet Spot deutlich schneller. Und genau darum geht es am Ende.
Wenn Sie Ihre Ferienwohnung nicht mehr nach Gefühl bepreisen wollen, schauen wir gern gemeinsam drauf. Oft reichen schon kleine Anpassungen, um die Auslastung spürbar zu verbessern.
Jetzt Preisstrategie prüfenSEO-Meta: Airbnb Preise richtig festlegen: Konkurrenzanalyse, Saison, Rabatte und Tools für dynamische Preise – so finden Sie den Sweet Spot.
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